Spotlight Interview Sophort Polaroid-Fototouren

Spotlight Interview mit Sophort - Polaroid-Fototouren

Veröffentlicht von Franziska Wernet on Nov 29, 2017

“Die Welt neu zu entdecken und unvergessliche Momente auf besondere Weise festzuhalten (...) für wertvolle, greifbare und einzigartige Erinnerungsstücke” - so beschreiben Sophort ihre Instant Touren auf der eigenen Webseite.

Seit 2013 bieten Thomas Preyer und Gilbert Lechner Polaroid-Fototouren durch Wien, mittlerweile auch durch andere europäische Städte, wie Warschau, Graz und Rom, an. Hierbei ziehen die Teilnehmer der Touren mit einer Polaroidkamera ausgestattet durch die Stadt und halten ihre Erinnerungen als Polaroid fest. Und die Herausforderung hierbei: Jeder Schuss muss sitzen, denn eine Speicherung auf einer SD-Karte mit anschließender Auswahl der Bilder gibt es nicht.

Wir haben mit Gilbert in Wien gesprochen, was seine Intention zu dieser Fototour der etwas anderen Art war und wie Technologie sie im Alltag unterstützt.

Gilbert, kannst du dich unseren Lesern kurz vorstellen und etwas zu eurem Unternehmen erzählen?

Mein Name ist Gilbert Lechner und ich habe zusammen mit Thomas Preyer 2013 gemeinsam in Wien die Instant Tours gestartet. Meinen Kollegen zieht es nun nach Barcelona, wo er die Instant Tours aufbauen möchte, sodass ich hier in Wien aktuell für alles verantwortlich bin.

Unser Kerngeschäft ist die Sofortbildfotografie. Der Verkauf von Kameras und unsere Instant Tours ergänzen sich schön. Aktuell bieten wir in Wien 2 Touren an Classic Tour und die Urban Tour) und auf Anfrage auch individuelle Touren. In den Wintermonaten passen wir unsere Classic Tour den kälteren Verhältnissen an und nennen sie Winter Classic.

Wir vermitteln während unserer Touren keine historischen Informationen. Stattdessen stellen wir unseren Teilnehmern zu Beginn ein Booklet mit Informationen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf der Route zur Verfügung. Zusätzlich erklären wir im 30-minütigen Intro jeder Tour, anhand von Beispiel-Bildern, die unterschiedlichen Möglichkeiten und Limitierungen der Polaroid-Fotografie.

Momentan arbeiten wir in Wien mit sieben Guides zusammen, die so viele Touren machen, wie es ihnen gerade reinpasst. Zu unseren Guides sind wir auf unterschiedliche Wege aufmerksam geworden. Es sind alles tolle, positive Menschen, die etwas gut vermitteln können, weil sie selbst z. B. seit sie 14 Jahre alt sind, sich mit Polaroids beschäftigen, oder weil sie gerne etwas Neues lernen wollen, oder auch eine exotische Sprache sprechen, die nützlich ist.  

 

Diese Idee hat mich begeistert, irgendwohin zu fahren, Bilder zu machen und diese mit nach Hause zu nehmen und aufzuhängen. Es handelt sich nicht um irgendwelche Bilder, sondern um Unikate - Bilder, die es nur einmal gibt, die man selbst gemacht hat.”

 

Staatsoper Wien Polaroid-Tour

Quelle: Sophort

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Polaroid-Touren anzubieten?

Die Touren sind aus Workshops entstanden. Damals hat Thomas bei jedem Workshop einen Theorie- und einen Praxis-Teil gehabt. Diese Workshops hat er zuhause bei sich angeboten. Wenn man bei ihm in die Wohnung kommt, gibt es dort eine Wand von Polaroid-Bildern, die er als Rumänien-Fan in Bukarest gemacht hat. Diese Idee hat mich begeistert, irgendwohin zu fahren, Bilder zu machen und diese mit nach Hause zu nehmen und aufzuhängen. Es handelt sich nicht um irgendwelche Bilder, sondern um Unikate - Bilder, die es nur einmal gibt, die man selbst vor Ort gemacht hat, quasi Einzelstücke.

Und dann haben wir eins und eins zusammengezählt. Den Leuten hat bei den Workshops vor allem der praktische Teil gefallen, rauszugehen und die Kamera zu nutzen. So haben wir dann den theoretischen Teil auf das nötigste reduziert und das sind unsere heutigen Walks mit Polaroid-Kameras.

 

Was ist eure beliebteste Tour?

Die Vienna Classic Tour. Eine Aktivität in der Stadt, die anders ist, und danach suchen die Leute auch. Und es hängt auch sehr stark davon ab, ob man gefunden wird. Es ist die Frage, wie erreicht man die meisten Leute, die genau dann in Wien sind und Lust auf so eine Tour haben.

 

Habt ihr das Gefühl, ihr habt den Weg gefunden, diese Kunden zu erreichen?

Ich muss sagen, wir haben in der Vergangenheit die meisten Kunden über TripAdvisor erhalten. Da sich die Darstellung vor ca. 2 Monaten geändert hat, indem Touren & Aktivitäten mit Sehenswürdigkeiten und Museen zusammengelegt wurden, ist es schwieriger geworden. Es wird nun nicht mehr aufgrund der Bewertung und des Rankings gelistet.

TripAdvisor_Sophort.jpg

Quelle: TripAdvisor Sophort

 

Ich habe es mir angeschaut, ihr habt 241 Bewertungen und 95% haben ausgezeichnet angeklickt.

Das ist uns einfach wichtig, glückliche und zufriedene Kunden zu haben, und wenn sie es dann noch teilen wollen, umso besser.

 

Wenn du deinen typischen Kunden beschreiben solltest, wie sähe dieser aus?

Das Alter ist fast egal. Polaroid bedeutet nicht, dass es die typischen Klischee-Kunden sind, die einem in den Sinn kommen, wenn man an Polaroid denkt. Es sind vielmehr Leute, die geistig jung sind und Lust auf einen 2-3 stündigen Spaziergang haben. Viele buchen es vielleicht auch nur wegen der guten TripAdvisor-Bewertungen. Aber für die meisten ist es eine Art Prozess. Sie erhalten eine Einführung in die Kamera, machen die ersten Bilder, sind aufgeregt, ob das Ergebnis gut ist und sehen dann langsam wie jedes Bild für sich entsteht.

In Bezug auf das Alter können wir keine Eingrenzung machen, im Durchschnitt sind unsere Kunden aber 33 Jahre alt.

Ansonsten würde ich sagen, sind die Touren leicht überdurchschnittlich weiblich besetzt. Es sind vor allem auch Menschen, die in den letzten 20 Jahren keine Polaroid in den Händen gehalten haben. Wirkliche Polaroid-Enthusiasten haben wir nur ab und zu dabei.

80% unserer Kunden sind Touristen, 20% machen unsere Touren in der Stadt, in der sie leben. 51% unserer Kunden kommen aus englischsprachigen Ländern, 30% aus deutschsprachigen, der Rest hauptsächlich aus Rest-Europa und Asien.

 

Warum denkst du buchen die Leute die Tour, was ist das Einzigartige an den Touren, die ihr anbietet?

Es ist etwas Neues, was viele schon länger interessiert und probieren wollten. Man hat dieses haptische Erlebnis, man kann kreativ sein und erhält am Ende seine eigenen Bilder und hat eine physische Erinnerung an den Tag und Ort, statt irgendeinem Souvenir, das man hätte kaufen können.

 

Also wir das Konzept der Tour gut angenommen, dass man jeden Schuss überlegen muss, anstatt 1000 Urlaubsbilder schießen zu können.

Mein Ziel ist, dass die Leute mit 7-8 guten Bildern nach Hause gehen und damit meine ich technisch gute Bilder. Nicht zu hell, nicht zu dunkel. Ich werde nicht kritisieren, was sie genau fotografieren, sondern achte auf das wie. Das ist extrem subjektiv.

Die Leute brauchen unterschiedlich lang für ihre Bilder, für manche geht dies schneller, bei anderen langsamer, aber hierin unterstützen sie wir ja während der Tour.

Ganz wichtig ist die Erkenntnis: Die Realität kann man nicht photoshoppen. Besonders faszinierend ist es, wenn Teilnehmer, die schon 1-2 Tage in Wien waren, auf unsere Tour mitgehen und dann sagen: “Hier bin ich eigentlich schon vorbeigegangen, aber mir ist das gar nicht so aufgefallen”. Mit der Tour schult man sich selbst, Sachen wahrzunehmen und die Augen aufzumachen.

“Man hat dieses haptische Erlebnis, man kann kreativ sein und erhält am Ende seine eigenen Bilder und hat eine physische Erinnerung an den Tag und Ort, statt irgendeinem Souvenir, das man hätte kaufen können.”

 

Wie ist das Tourismus-Umfeld in Wien und wie steht ihr anderen Anbietern, die Stadtführungen anbieten, gegenüber?

Mit unserem Produkt haben wir kaum eine Schnittmenge mit andern Anbietern und sind auch kaum in Kontakt mit anderen Anbietern. Es gibt wenige kreative Produkte für Touristen in Wien. Wien ist eine Stadt, die extrem viel bietet, wo solche Aktivitäten auch gar nicht so notwendig sind wie in anderen Städten. Es gibt selten Produkte, die sich an Touristen wenden, aber keine historischen Informationen über die Stadt bieten. Wir haben das. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum unser Produkt eine andere Zielgruppe anspricht, die vorher nicht wirklich abgeholt wurde.

WienTourismus macht einen guten Job und hat uns auch in den ersten 1,5 Jahren relativ viele Journalisten geschickt, was für uns sicherlich hilfreich war.

 Sophort Polaroid-Tour Prater

Quelle: Sophort

Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Wir wollen anderen Partner ein System anbieten, was unseren Qualitätsanspruch erfüllt, welches sie selbst in anderen Städten anbieten können, ähnlich wie wir dies gerade mit Paris und Florenz planen. Das geht unserer Meinung nach nur mit Partnern, die wirklich vor Ort sind und das Produkt selbst anbieten können, mit unserem Knowhow und unserer Unterstützung, denn wir haben selbst nicht die Kapazitäten, in unterschiedlichen Märkten alles anzubieten. Einen ersten Schritt hierhin haben wir bereits mit der Anmeldung der Instant Tours als europäischer Marke getan.  

Partner in Europa kann ich mir auch mehr vorstellen. Es wäre schön, wenn alle voneinander profitieren und das Konzept und die Idee einer Instant Tour bekannter wird und so auch mehr Leute auf dem Städtetrip dieser Aktivität nachgehen können. Wir hatten auch schon Leute, die wegen unserer Aktivität nach Wien gefahren sind, oder ihre Reise so gelegt haben, dass sie an unserer Aktivität vorbeikommen, aber es wäre natürlich schön, wenn man diese Aktivität in unterschiedlichen Destinationen machen könnte und praktisch seine eigenen Bilder aus verschiedenen Städten sammeln kann.

 

“Ohne Technologie geht heutzutage kaum etwas.”

 

Welche Rolle spielt Technologie in eurem Alltag?

Ohne Technologie geht heutzutage kaum etwas. Wir nutzen sehr viele Tools für die interne Kommunikation, für die externe Kommunikation. Ein Telefon zu haben, eine E-Mail-Adresse zu haben, WhatsApp mit den Kunden - das alles ist Technologie, ohne die unsere Arbeit nicht geht. Die Sofortbild-Fotografie ist natürlich auch eine Technologie, die sich mit neuen Kameras auch teilweise immer wieder weiterentwickelt.

 

“Unser erster Kontakt mit dem Kunden findet fast immer online statt.”

 

Wie wichtig ist das Thema Online-Präsenz bei euch?

Extrem wichtig, weil wir (fast) nur online gefunden werden können. Im Grund werden wir dann direkt kontaktiert, sei es über die direkte Online-Buchung inklusive Bestätigung, per E-Mail oder auch einmal per Telefon.

Gerade für den Individualreisenden ist das Internet die Quelle Nummer 1. Somit findet der erste Kontakt mit dem Kunden fast immer online statt.  In ganz wenigen Fällen über Mundpropaganda z.B. Weiterempfehlungen von Familie/ Freunden.

Zudem versuchen wir auch unsere Kontakte innerhalb Wiens, z.B. mit Incoming Agenturen oder Hotels zu pflegen.

Social Media ist wichtig, allein dafür, dass die Leute wissen, wir existieren, sind aktiv, das Profil lebt und es stehen echte Menschen dahinter, denen man vertrauen kann und mit denen man in Interaktion treten kann. An Social Media-Kanälen ist für uns Facebook mit am wichtigsten, gefolgt von Instagram und Twitter.

 Wie auch du deine Social Media-Präsenz in wenigen Schritten verbessern kannst, erfährst du in unserem kostenlosen Social Media-Ebook!

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Warum habt ihr euch für TrekkSoft als Onlinebuchungs- und Zahlungslösung entschieden?

Wir haben direkt mit TrekkSoft begonnen und hatten davor kein anderes Buchungssystem im Einsatz. Wir sind durch intensive Recherche auf TrekkSoft aufmerksam geworden und haben uns auch dank des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses dafür entschieden.

 

“Und das Schöne bei einer automatisierten Buchung ist, dass man sich um nichts kümmern muss und der Kunde und man selbst auch direkt informiert werden.”

 

Und welche Funktionen schätzt ihr am meisten?

Ich finde die Add-ons/ Zusatzleistungen bieten, gerade bei unseren Angeboten, den Kunden die Möglichkeit, die Buchung noch zu individualisieren, sei es durch ein Fotoalbum für die Polaroids, ein Kamera-Package oder ein Gruppenbild.

 

Zusatzangebote_Sophort.png

Quelle: Buchungswidget Webseite Sophort

Mir gefällt zudem die Übersicht mit den zukünftigen Aktivitäten direkt auf der Startseite, denn so kommt man direkt zu den Informationen, die man sucht und braucht.

Und das schöne bei einer automatisierten Buchung ist, dass man sich um nichts kümmern muss und der Kunde und man selbst auch direkt informiert werden. Die Guides können sich einloggen und sehen, wann sie eine Tour übernommen haben. Wir laden Sie dann per Kalender ein und sie informieren sich, wer bei ihrer Tour als Teilnehmer mitgeht, welche Add-ons sie gebucht haben und was sie alles für die Vorbereitung der Tour benötigen.

 

“Ohne ein Online-Buchungs- und Zahlungssystem ist es nicht möglich, Buchungen zu erhalten.”

 

Eine letzte Frage zum Schluss: Gibt es Tipps, die du gerne anderen Touren- und Aktivitäten-Anbietern mit auf den Weg geben möchtest?

Selfie mit Gilbert von Sophort

Mein erster Tipp: Ohne ein Online-Buchungs- und Zahlungssystem ist es nicht möglich, Buchungen zu erhalten.

 

Mein zweiter Tipp, aus eigener Erfahrung: Nimm das Wetter nicht persönlich, denn du kannst nichts dafür. In Bezug auf das Wetter muss man immer das Beste draus machen.

Vielen Dank für das Interview Gilbert!

 

 

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Franziska Wernet

Veröffentlicht von Franziska Wernet

Franziska studied tourism and geography and loves to travel mainly across Europe to discover beautiful hiking spots.

Themen: Tourism Technology

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