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Wie DMOs ein erlebnisorientiertes Marketing verwenden sollten

Veröffentlicht von Lucy Fuggle on Aug 11, 2016

Erlebnisreisen werden immer beliebter, denn Reisende wollen immer mehr erleben, indem Sie ein Land/Ort durch seine Geschichte, Menschen und Kultur hautnah kennenlernen.
Um Schritt halten zu können, müssen Destinationen Ihre Strategien anpassen und auf ein erlebnisorientiertes Marketing setzen.

Was sind die Kernelemente des Erfolges?
Erkennen Sie Ihre lokalen Stärken, haben Sie eine einheitliche Vision von dem, was Ihre Destination anbieten soll und versuchen Sie nicht alles sofort auf dem Markt anzubieten, was Sie haben.

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Travellers are increasingly heading to TripAdvisor rather than DMO websites for the research phase

 

Die Wende zu Bewertungsportalen, als nicht offizielle Seiten, für Reiseinformationen findet bereits statt

Digitale Innovation hat in den letzten Jahren zu einer erhöhten Vernetzung untereinander und einfacheren Möglichkeiten geführt,  Reiseerfahrungen zu teilen. Das hat zur Folge, dass der Reisenden das Wie und Wo er sich über eine Reise informiert, diese plant und online bucht drastisch verändert hat.

 

Justin Reid, ehemaliger Leiter der Digital- und Social Media-Abteilung bei Visit Britain und seit 2014 Leiter der DMO-Sales für Europa, den Mittleren Osten und Afrika von TripAdvisor sagte zu WTM,

 

"Die Menschen besuchen immer weniger offizielle Webseiten wie Visit Britain zum Einholen von Reiseinformationen […] Die Reisenden vertrauen Bewertungen.
Man orientiert sich stärker an sozialen Interessen. Es ist ein Prozess, der jedoch den allgemeinen Rückgang der Besucherzahlen auf DMO Webseiten reflektiert.”

Justin Reid, Leiter der DMO Sales bei TripAdvisor

  

Allerdings ist es wichtig zu erkennen, dass Reisende in der Regel nicht dazu neigen, sich auf TripAdvisor inspirieren zu lassen. Es ist vielmehr ein Planungstool, dafür, wenn ein Reisender sich entschieden hat, wo es hingehen soll und wissen will, was lokale Anbieter alles anbieten.

Hier ist unsere Anleitung für DMOs,  wie Sie Ihr Marketing erlebnisorientiert gestalten und wie Ihre  Destination mit einem einheitlichen Erscheinungsbild während der gesamten Reise eines Kunden  auftreten könne. Sei es auf ihrer eigenen Website, auf TripAdvisor oder auf anderen Online- oder Offline-Plattformen.

 


 

1. DOMs brauchen Informationen, wo sich ihre Kunden befinden

DMOS müssen verstehen, wo sich ihr Publikum befindet und wie Sie es dort erreichen können, auch wenn dies bedeutet, den Fokus von ihrer eigenen Webseite zu lösen. 

Es lohnt sich auch, Ihr Marketing an jede Phase der Reise anzupassen, oder wie Google es beschreibt, das „Mikro Moment“ der Reise.
Wir raten Ihnen, diese Daten zu sammeln, um festzustellen, auf welcher Stufe Ihre Kunden sind befinden: 

 

Der „Ich möchte hier weg“-Moment (Moment des Traums)

  • Dies kann durch user-generated content (UGC), wie z.B. Beiträge und Fotos auf Facebook oder Instagram initiiert werden.

„Zeit, einen Plan zu erstellen“-Moment (Moment der Planung)

„Lass uns buchen“-Moment (Moment des Buchens)

„Ich kann es kaum erwarten alles zu erkunden“-Moment
(Moment des Erlebens)

  • Wie empfehlen Kunden ihre Erfahrungen weiter? Der user-generated-content könnte ein brillantes Marketing-Tool sein, um andern Reisenden dabei zu helfen ihren Traum-Moment anzukurbeln.

 

Denken Sie immer daran, das zu fördern, was die Menschen suchen und nicht was sie sich von ihnen vorstellen.

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Are your customers on Twitter? If so, you need to be there too.

 

 

2. DMOs müssen ihre Erfahrungen vermarkten

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Erkennen Sie dieses Foto? Wahrscheinlich erkennen sie es. Trolltunga in Norwegen hat sich zu einem der am meisten fotografierten Tourismus-HotSpots der Welt entwickelt. Obwohl er bis 2010 von weniger als 500 Reisenden im Jahr besucht worden ist.
Die Norwegische Stadt, Hardanger, hatte 2009 einen extrem starken Rückgang an Besuchern, aber die lokale DMO-Strategie, die das Destinationsmarketing vorantrieb, war mehr als erfolgreich.


Sie können mehr über die Magie der Trolltunga in unserem Whitepaper lesen, aber einer der wichtigsten Gründe für den Erfolg war, dass Hardanger seinen natürlichen Vorteil erkannte. Sie wussten auch, dass Trolltunga eine Erfahrung ist, wovon jeder Reisende nur träumen kann.
 

Die Marketing-Erfahrungen Ihrer Destination sollten das Ziel haben:

  • zu verstehen, von was die Kunden träumen
  • Ihre natürlichen Vorteile zu erkennen (z.B. Barcelona ist sehr berühmt für gutes Essen, Dublin ist bekannt für seine Geschichte und die Schweiz für seine Natürlichkeit).
  • zu identifizieren, welcher Anbieter zu der Vision, die sie vermitteln möchten, einen Beitrag leisten kann
  • zu vermeiden, dass jeder Anbieter auf Ihrer Webseite einzeln gelistet und beworben wird:
    wählen Sie nur diejenigen, die Ihre Vision teilen und Reisende begeistern können.
  • Vorstellungen und Wünsche der Kunden zu berücksichtigen, die Sie an die Reise stellen. Nehmen Sie diese Wünsche als Vorgabe, die Destination und das zugehörige Marketing hiernach auszurichten.

Video-Marketing kann mit einem extrem gut durchdachten Inhalt und einem sich ständig weiterentwickelnden Verständnis des heutigen Touristen ein einflussreiches Tool für jede DMO sein. Wichtig ist auch, dass die lokalen Anbieter Online-Buchungen akzeptieren und im Idealfall ein standardisiertes System benutzen.

 

Laden Sie sich das Trolltunga Reisetrend Whitepaper herunter und sehen, was hier mit Destinations-Marketing richtig gemacht wurde.

  

3. DMOs müssen sich auf Ihre Reisenden konzentrieren

Für ein erfolgreiches Marketing sollten Sie: dort vertreten sein, wo auch Ihr Kunde ist, mittels authentische und einzigartigem Bildmaterial lokale Eindrücke vermarkten und immer darauf abzielen, ein einheitliches Erscheinungsbild Ihrer Destination zu vermitteln.

Dies erklärt den Erfolg von Travel Albertas  „Denk daran, zu atmen“-Kampagne, welche im The Rise of Experiential-Reisebericht by Skift + Peak. Während sich andere auf die Frage „ Was kann man machen“ konzentrieren, befasst sich Alberta mit der Nachricht „wie fühle ich mich dabei“.

Royce Chwin, CMO bei Travel Alberta, erklärt im Skift + Peak-Bericht, dass „ Wir wollen den Reisenden nicht mit einer langen Liste von Dingen, die er machen soll, bombardieren. Für uns ist weniger mehr.“

Dieser Ansatz entspricht dem Hauptaspekt des Erlebnisreisetrends, und erzeugt eine Authentizität, die automatisch in eine moderne Marketing Strategie mündet.

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4. DMOs müssen wissen, nach welchen Erlebnissen der Nutzer sucht

Es ist vergebene Mühe für eine DMO das zu vermarkten, von dem sie ausgehen, dass die Kunden es mögen werden. Es gibt zwar ein paar Attraktionen, die ein wichtiger Bestandteil einer Destination sind (wie Zum Beispiel Stonehenge in Süd-West England), aber nichtsdestotrotz benötigen Sie konkrete Informationen, was Ihre Kunden genau erleben wollen.

Verfolgen Sie Social Media-Diskussionen, Online-Suchtrends und versuchen Sie immer ganz oben auf der Besucherstatistik für lokale Erlebnisse zu erscheinen. Sie können auch versuchen Trends vorauszusehen,
wie Hardanger es mit Trolltunga gemacht hat. Fragen Sie sich immer: Welche Erlebnisse passen in meine Destination, habe ich positive Rückmeldungen von Besuchern oder vermarkte ich mich noch unter meinem eigentlichen Wert?

 

 

5. DMOs müssen die Art, wie Sie mit Reisebloggern zusammen arbeiten, ändern

Im Juli 2016 sagte Matt Kepners vom beliebten Reiseblog Normandic Matt zu Tnooz „Marken und DMOs haben mehr zu bieten als nur einen kostenlosen Trip, wenn sie einen Top-Blogger einstellen wollen“.

Geld ist unendlich für Reiseblogger aber Zeit ist endlich und anstatt zu sagen „ Wir möchten, dass Sie unsere Destination besuchen“ sollten DMOs Cross-Promotion fördern.

Dies bedeutet, dass eine DMO nicht nur die Blogger-Artikel  über Ihre eigenen Netzwerke veröffentlichen sollte, sondern auch die anderen Projekte und Produkte der Blogger fördern sollte. DMOs sollten versuchen, einen Weg zu finden, die Aufmerksamkeit der Blogg-Leser auf sich zu ziehen, z.B. mit Angeboten oder Rabatten.

Um von der Elite der Reisebloggers in Betracht gezogen zu werden, müssen DMOs sich mehr  auf Cross-Promotion fokussieren, als nur zu denken Freibier reiche aus.

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6.Die DMOs, die sich weiterentwickeln, verwenden Datenmaterial

Es ist wichtiger denn je für eine DMO Verbraucherdaten zu erfassen. Durch eine bessere Identifizierung, was Ihre Kunden wirklich suchen, können DMOs ihr Marketing genauer anpassen, um somit lokalen Angebote besser zu fördern und zu verkaufen.
Wie der Skift + Peak Report anspricht, haben DMOs, die Daten erfassen und verwenden, die Möglichkeit, sich besser zu entwickeln:

 

"Durch das Verfolgen von Social Media, Webseit-Analysen, Standortdaten, Blog-Kommentare, Tracking, Suchmetriken, Reise-Bewertungen, etc., können Sie sich bewusst machen, welche Bedürfnisse und Erwartungen an die Reise Ihre Zielgruppe hat und hierauf reagieren."

The Rise of Experiential Travel Report, Skift + Peak

 

 

Finden Sie hier heraus, wie Trekksoft Ihnen als Partner helfen kann, erfolgreich im Destinationsmarketing zu werden

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Lucy Fuggle

Geschrieben von Lucy Fuggle

Lucy is Head of Content Marketing at TrekkSoft. She tries to read a book a week, travel solo every month, and share ideas on lucyfuggle.com. You can usually find her in Switzerland's Berner Oberland.

Themen: Marketing tips

   

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